Contracting dient als Oberbegriff für unterschiedliche Formen von Energiedienstleistungen. Dabei überträgt der Kunde (der Contracting-Nehmer) Aufgaben der Energiebereitstellung und Energielieferung an ein darauf spezialisiertes Unternehmen (dem Contractor). Contracting kann in vielfältiger Form genutzt werden, wobei sich die meistgenutze Form des Contracting auf die optimierte und effiziente Versorgung mit Wärme bezieht, auch Wärmeliefer-Contracting genannt. Hier finanziert, installiert und betreibt der Contractor eine Wärmeerzeugungsanlage und verkauft die erzeugte Wärme an den Kunden. Dabei bringt der Contractor moderne Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik ein, sorgt für eine
verbesserte Betriebsführung und Versorgungssicherheit, trägt das unternehmerische Betriebsrisiko und übernimmt alle mit dem Betrieb verbundenen Aufgaben und Pflichten. Von den erzielten Einsparungen und der Effizienzsteigerung durch hocheffiziente Anlagentechnik profitieren sowohl der Kunde als auch der Contractor, eine klassische Win-Win-Situation. Der Einsatz modernster Technologien bietet zukünftig – unter den prognostizierten Energiepreissteigerungen – wirtschaftliche Vorteile. Denn je teurer die Energie, desto lohnenswerter wird es sie einzusparen. Neben der Kostenreduzierung wird zudem durch die Verringerung der CO2-Emissionen ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet.